Wie du in 12 Schritten nachhaltiger leben kannst und persönlich davon profitierst

Nachhaltigkeit, Erde, Umweltschutz

Man hört das Wort derzeit überall: Nachhaltigkeit. Egal ob das Bio-Siegel im Supermarkt, die politische Diskussion in den Medien oder sogar in der Schule, im Studium und im Beruf.  Überall bist du mit dem Thema konfrontiert. Da stellst du dir manchmal vielleicht die Frage: „Okay alles schön und gut, aber was soll ich jetzt konkret machen?“ Diese Frage möchten wir dir beantworten. In diesem Artikel zeigen wir dir, welche 12 simplen aber effektiven Schritte maßgeblich dazu beitragen, dass nicht nur die Umwelt, sondern auch du selbst davon profitieren.

Gemessen wird die Nachhaltigkeit meist mit dem „Ökologischen Fußabdruck“

Dieser ist eine Einheit, die beschreibt wie viel Hektar Fläche notwendig sind um deinen CO2-Verbrauch abzudecken. Erstrebenswert sind hierbei für jeden Bürger etwa 1,7 gha (globale Hektar) pro Jahr - bei diesem Wert würde die Erde mit ihren Ressourcen für alle Menschen ausreichen. Um herauszufinden, ob du bereits nachhaltig genug lebst oder ob da noch Luft nach oben ist, hat der WWF in der Schweiz einen animierten Test erstellt um deinen persönlichen ökologischen Fußabdruck zu ermitteln:

https://www.wwf.ch/de/nachhaltig-leben/footprintrechner

Sei nicht überrascht, wenn dein Wert vielleicht doppelt oder sogar dreifach so hoch ist wie der Richtwert. Das ist besonders für Einwohner von Industrieländern, wie Deutschland, leider bereits normal. Doch mit ein paar simplen Schritten und Tricks kannst DU deutlich nachhaltiger leben. Denn das Pareto-Prinzip gilt auch beim Thema Nachhaltigkeit. Mit ein paar wenigen Veränderungen in unserem Verhalten können wir unseren ökologischen Fußabdruck drastisch reduzieren.

Und Fakt ist auch: Nachhaltig leben verbessert nicht nur deinen Ökologischen Fußabdruck, sondern bringt dich persönlich weiter.

 

Also profitiert nicht nur die Umwelt davon, sondern vor allem auch du selbst. Ob nun Geld sparen, die Gesundheit verbessern oder sogar etwas Neues ausprobieren und dabei Kontakte knüpfen: In all diesen Bereichen hast du durch ein nachhaltiges Leben auch persönliche Vorteile.

Gerade bei den vorgestellten Methoden haben wir den Fokus auf Schritte gesetzt, die dir einen oder sogar gleich mehrere Vorteile geben und auch nachhaltige Alternativen mit konkreten Tipps zur Umsetzung beigefügt.

 

  1. Weniger Konsum
    Konsum macht glücklich. Oder? Ein minimalistisches Leben mag auf den ersten Blick ziemlich langweilig erscheinen, aber es kann sehr erfüllend und befreiend sein.  Es ist ein interessantes Themenfeld und wenn du noch nichts darüber weißt, raten wir dir dich z.B. hier: Einführung in den Minimalismus zu informieren. Doch du musst nicht gleich ein Minimalist werden um dir einfach mal öfters vor einem Kauf die Frage zu stellen „Brauche ich das WIRKLICH?“. Merke: Es geht nicht darum sich von Wichtigem zu trennen, sondern von Überflüssigem. Neben positiven Nebeneffekten wie Kostensparen und Eindämmung von Verschwendung hat weniger Besitz auch laut Erfahrungsberichten ein Gefühl von Unbeschwertheit und mehr Freiheit zur Folge. Und auch die Glücksforschung hat längst bewiesen, dass wir in den Industrieländern für ein erfülltes und glückliches Leben keine wachsende Wirtschaft benötigen. Ein erhöhter Konsum führt nicht zu wachsender Zufriedenheit. Im Gegenteil: eine große Menge von materiellen Gütern will gepflegt und genutzt werden und verursacht dadurch Stress. Es gilt: Qualität > Quantität💲❤️♻️

  2. Bewusster Konsum

    Dem Konsum komplett abschwören kann wohl selbst der umweltbewussteste Mensch nicht. Doch das ist auch nicht nötig. Denn bewusster Konsum ist ebenso zielführend. Das bedeutet auf regionale Wertschöpfung, Bioqualität und faire Arbeitsbedingungen zu achten, egal ob bei Kleidung, Lebensmitteln oder Möbeln. Es macht einen großen Unterschied, denn die Produktion von Waren trägt maßgeblich zum weltweiten CO2-Ausstoß bei. Und da sich Unternehmen mit ihren Produkten nach dir als Konsumenten richten, kannst du mit deinem Kaufverhalten aktiv den Markt beeinflussen. Und für dich hat es den Vorteil, dass nachhaltige Produkte oftmals auch eine höhere Qualität aufweisen und damit deiner eigenen Gesundheit gut tun. ❤️

  3. Codes checken 

    Um nachhaltige von schädlichen Produkten zu unterscheiden, bedarf es mittlerweile keiner langwierigen Recherche mehr und schon gar keinem Master in Chemie. Praktische Apps wie Codecheck listen dir fragwürdige Inhaltsstoffe und Zusatzstoffe von Produkten auf – und von denen gibt es viele. Man scannt einfach den Barcode von Lebensmitteln oder Kosmetika und Codecheck zeigt an, ob das Produkt bedenkliche Inhaltsstoffe enthält. Du wirst überrascht sein, wie viele deiner Alltagsprodukte aktiv dazu beitragen mit Inhaltsstoffen wie Palmöl oder Mikroplastik nicht nur die Umwelt, sondern auch deine Haut und deinen Körper zu zerstören. Es schadet deiner Gesundheit ohne dein Wissen. Trockene Haut, fiese Pickel oder ständige Müdigkeit entstehen nicht, wie oft angenommen, bloß aufgrund von Hormonen oder Erbanlagen. Immer mehr Menschen machen die Erfahrung, dass sich ihr Hautbild, ihre Gesundheit und ihre Laune schlagartig und nachhaltig bessert, sobald sie auf ökologische Alternativen umsteigen. ❤️

  4. Weniger Tierisches essen 
    Sogar die UN empfiehlt mittlerweile den Konsum von Fleisch, Milch etc. zu reduzieren. Und das nicht ohne Grund. Denn auch dir selbst tust du damit etwas Gutes – Dein Risiko für Krebs- und Herzerkrankungen sinkt, gleichzeitig steigt dein Wohlbefinden. Die Albert-Schweitzer Stiftung zeigt mit kostenlosen Rezepten wie es geht! Und wenn es dann mal doch ein Schnitzel sein muss, solltest du es am besten bewusst vom Metzger des Vertrauens kaufen. Mal abgesehen davon, dass es besser schmeckt, ist auch das Kaufen von Fleisch aus nachhaltiger Tierhaltung ein großer Schritt, um deinen ökologischen Fußabdruck und die Förderung von Massentierhaltung - des größten CO2-Verursachers - zu reduzieren.💲❤️




  5. Frisch Kochen statt Fertiggerichte 
    Keine Zeit? Vegane Blitzgerichte*. Zeit brauchst du nicht für alle Rezepte. Es gilt: Wer sucht, der findet. Dazu ist es viel gesünder und abwechslungsreicher. Jeden Tag Pizza wird auf Dauer langweilig. Und Geld sparen tut es auch noch. Keine Energie? Sieh es so. Nahrung ist deine Energiequelle. Je gesünder du dich ernährst, desto besser geht es dir. Es lohnt sich wirklich sich aktiv mit seiner Ernährung auseinanderzusetzen und zwar auf allen Ebenen. *Vegane Blitzgerichte findest du beispielsweise bei  https://kochkarussell.com/10-schnelle-vegane-rezepte/.
    💲❤️

  6. Repair Café, Foodsharing und Versicherung 
    Eine Entwicklung in der modernen Welt trägt maßgeblich dazu bei, dass der CO2-Verbrauch immer weiter hochschießt: Wir haben uns zu einer Wegwerfgesellschaft entwickelt. Das kaputte Handydisplay wird nicht repariert, sondern es muss ein neues Handy her. Der Kühlschrank ist überfüllt und die unverzehrten ungeöffneten Lebensmittel werden pünktlich nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums entsorgt. Das muss nicht sein, denn dieses Verhalten ist nicht nur für die Umwelt eine Last, sondern sicherlich auch für die eigene Brieftasche. Initiativen wie „foodsharing“ gibt es in nahezu jeder Stadt und sie engagieren sich gegen Lebensmittelverschwendung, indem sie ungewollte und überproduzierte Lebensmittel in privaten Haushalten sowie von kleinen und großen Betrieben „retten“. Sie verteilen die gespendeten Lebensmittel vor dem Verfall an soziale Einrichtungen und andere Personen. Eine weitaus bessere Alternative als die Mülltonne oder? Selbst wenn dir ein Missgeschick wie ein überschüssiges Kaufen von Lebensmitteln passiert, gibt es also nachhaltige Wege, damit umzugehen. Ähnlich sieht es mit Missgeschicken wie einem kaputten Staubsauger aus. Wer sich im Schadensfall nicht auf eine Versicherung verlassen kann und da sich professionelle Reparaturen aufgrund hoher Kosten oft nicht lohnen, kommen sogenannte Repair Cafés auf dem Weg zur Nachhaltigkeit gerade gelegen. Das sind Treffpunkte, an denen ehrenamtliche Technikprofis dir meist kostenlos zeigen, wie du mit ein paar Kniffen das defekte Gerät wieder zum Laufen bekommst. Diese gibt es ebenfalls in zahlreichen Städten und warten nur auf deinen Besuch. Im Allgemein lässt sich bei teureren Anschaffungen aber auch immer natürlich zu einer Versicherung oder ähnlichen Schutzmaßnahmen raten.💲♻️

  7. E-Book Reader für Bücherwürmer 
    Für ein 400 Seiten dickes Buch aus Frischfasern bei einer Auflage von 5.000 Exemplaren müssen im Schnitt 96 Bäume abgeholzt werden. Trotz Stromverbrauch  während des Lesens ist daher ein E-Book Reader laut Öko-Institut aus energetischer Sicht bereits ab zehn Büchern im Jahr nachhaltiger. Dieser müsste jedoch auch mindestens drei Jahre benutzt werden. Wer bereits ein Tablet oder großes Smartphone hat, braucht kein weiteres Gerät, sondern nur die Reader-App. Guter Nebeneffekt: Licht aus beim Lesen! Und günstiger sind E-Books auf den handlichen Geräten meist sogar auch noch!
    💲

  8. Ökostrom 
    Auch wenn der Ausstieg aus der Braunkohle immer weiter hinausgezögert wird - es ist und bleibt eine veraltete und umweltschädliche Energiequelle. Dennoch kannst DU bereits schon ab heute etwas verändern. Es gibt bereits viele große und kleine Anbieter, die dich mit sauberem Strom versorgen und deinen ökologischen Fußabdruck damit drastisch reduzieren können. Langfristig wird es für jeden notwendig sein auf saubere Energiequellen zu wechseln, da die Erderwärmung, Luftverschmutzung und der Gesundheit von jedem - und damit auch dir - schaden. Also fang am besten heute schon damit an. Wichtig zu beachten: Klare und flexible Vertragsbedingungen. Keine Vorauskasse. Empfehlenswerte Anbieter sind: Polarstern, Lichtblick, Greenpeace Energy, Naturstrom ❤️



  9. „Keine Werbung“ und ggf. „Keine Wochenzeitung“-Schilder auf deinem Briefkasten 
    Ein kleiner simpler Schritt mit großer Wirkung. Pro Jahr landen ungefähr 33 kg an Werbung ungelesen in unseren Mülleimern. Dieser Verschwendung lässt sich aber glücklicherweise relativ schnell entgegenwirken, indem du ein „Keine Werbung“ Schild auf deinen Briefkasten klebst, und je nach Belieben auch ein „Keine Wochenzeitung“-Schild. Die kannst du dir auch ganz schnell ohne viel Aufwand selber basteln. Das spart nicht nur Müll, sondern auch Arbeit. Denn irgendwer muss den Müll ja auch entsorgen. Und mal ehrlich, wer braucht in Zeiten von vollen Spam E-Mail Ordnern und Online News das Gleiche nochmal im Briefkasten? ♻️

  10. Einwegverpackungen meiden 
    Es
     bringt dir keine Nachteile und du sparst dir im Zweifelsfall sogar noch die 30ct für eine Plastiktüte. Einfach eigene Taschen zum Einkaufen mitnehmen und nach unverpacktem Obst und Gemüse Ausschau halten. Wirst du in deinem lokalen Supermarkt nicht fündig und wohnst in einer Stadt, kannst du auch schauen ob es bei dir schon plastikfreie Supermärkte gibt. Diese sind nämlich bereits in einigen Städten auf dem Vormarsch (z.B. „Stückgut“ in Hamburg). Und wenn du auf dem Land wohnst, hast du es sogar noch einfacher und die Bauern oder den Wochenmarkt gleich um die Ecke, von denen du deine Lebensmittel unverpackt einkaufen kannst.♻️

  11. Autofahren vermeiden 
    Leider stellt es kein Problem für viele Deutsche dar, eine Kurzstrecke mit dem Auto zu fahren. Wenn man da nicht gerade bereits ein Elektroauto fährt, ist das Auto bei den deutschen Privatpersonen im Schnitt der zweitgrößte CO2-Verursacher. Dass Autofahren viele Nachteile hat ist kein Geheimnis. Trotz den stressigen Staus, teuren Benzinpreisen und Reparaturen, so wie der hohen Luftverschmutzung erfreut es sich jedoch nach wie vor großer Beliebtheit. Alternativen wie Uber, öffentliche Verkehrsmittel oder das gute solide Fahrrad sparen aber nicht nur Geld, sondern oft auch Nerven. Und das Fahrradsport gesund ist, ist auch kein Geheimnis. Es ist ratsam gerade bei kürzeren Strecken auf das Auto zu verzichten. 💲❤️

  12. Simple Tricks zum Strom sparen im Haushalt 
    Wasche erst dann, wenn die Waschmaschine wirklich voll ist und auf geringerer Temperatur - 30 oder 40 Grad genügen meist schon. Verzichte auf Vorwäsche und Trockner - 10% des gesamten Stromverbrauches in deutschen Haushalten fällt auf einen Wäschetrockner zurück! Das alles spart dir zusätzlich Kosten und Arbeit. Noch ein Tipp: Um Ineffizienz zu vermeiden achte auf die Temperatureinstellung deines Kühlschranks. Im Kühlbereich sind 7 Grad bereits völlig ausreichend. Für den Tiefkühler sollten es -18 Grad sein. Zu kalt eingestellte Kühlschranke verbrauchen deutlich mehr Strom.
    💲

 

💲 Kosten sparen

❤️ Gesundheit fördern

♻️ Weniger Verschwendung

 

Die Folgen

Viele Menschen denken nachhaltig leben bedeutet sich persönlich einzuschränken und nur in Ökoklamotten rumzulaufen und Gemüse zu essen. Doch wie du siehst lässt sich im Alltag bereits vieles tun, welche für dich einen kleinen Unterschied machen doch für deinen ökologischen Fußabdruck einen riesigen!

Vielleicht fragst du dich ja jetzt: Kann ich denn auch wirklich glücklich so leben? Und die Antwort ist: JA!

Es gibt nämlich eine Studie, die genau zu diesem Entschluss kam, den Glücksatlas 2017. Das Ergebnis: Nachhaltiges und soziales Engagement macht glücklicher.

Falls dich dieses Thema weiter interessiert schau hier: https://wastelandrebel.com/de/wie-nachhaltig-leben-mein-leben-veraendert-hat/

Mit diesen 12 simplen Methoden kannst du also ein gesünderes Leben führen, Geld sparen, Verschwendung vermeiden und wirst sogar selbst noch glücklicher. Es spricht also nichts dagegen, sich weiter zu informieren und die Erkenntnisse in die Tat umzusetzen. Und denk dran: Es müssen keine radikalen Veränderungen vom einen auf den anderen Tag sein. Schon eine kleine Veränderung hat das Potenzial der erste Schritt in die Richtung eines nachhaltigeren und glücklicheren Lebens zu sein!

Wir bei Alsterplanke stehen für Nachhaltigkeit.

Für unsere Möbelunikate nutzen wir historische Gerüstbohlen mit 30-70 jähriger Geschichte, die wir anschließend upcyclen. Dadurch wird kein Baum gefällt.
Jeder Schritt in der Wertschöpfungskette wird versucht nachhaltig auszuführen. Die Lieferung bei weiten Strecken erfolgt mit einem Sammellieferdienst, sodass kein extra CO2 verbraucht wird. Natürlich hört das Thema dort nicht auf. 

Hier erfährst du mehr über Unsere Geschichte und unser Verständnis von Nachhaltigkeit und hier kannst du dir unsere nachhaltigen Möbel anschauen.

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